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Jeder kennt das Bild: Die Genua-Schote lässt sich nur mit Kraftanwendung trimmen, die Falle quietscht durch den ersten Umlenker, und am Ende frage ich mich, ob die Winsch zu klein ist. In den meisten Fällen liegt es nicht an den Winschen oder am Material selbst – sondern an einer schlecht eingestellten Leinenführung. Falsch positionierte Blöcke kosten bis zu 30 Prozent mehr Kraft, verschleißen Leinen vorzeitig und machen das Segeln unnötig anstrengend.
Die gute Nachricht: Mit systematischer Prüfung und wenigen gezielten Komponenten lässt sich das in einem Nachmittag beheben. Dieser Guide führt Sie durch die komplette Einstellung – vom Winkel am Leitblock bis zur Fallenführung im Cockpit.
Der häufigste Fehler überhaupt: Ein Block steht nicht exakt in der Zugrichtung der Leine. Läuft das Seil schräg über die Seitenwangen, entsteht Reibung – und das Seil scheuert sichtbar ab. Prüfen Sie das unter Last: Wenn die Yacht segelt, muss die Leine mittig durch jede Rolle laufen, nicht am Flansch entlangschleifen.
Für die Genua-Schot bedeutet das: Der Beleg- bzw. Umlenkblock wandert mit der Spi an der Schiene nach vorne und hinten. Fehlt die Verstellmöglichkeit, ist das der erste Nachrüstpunkt. Selbst kleine Blöcke mit Wirbel und Klemme lassen sich flexibel einsetzen – etwa als schwenkbarer Leitblock, der sich der jeweiligen Zugrichtung anpasst:
Für Yachten bis rund 30 Fuß reicht die Barton-Größe 3 (45 mm) für die Schotführung gut aus. Wichtig bei der Auswahl: Für hohe statische Lasten – etwa eine Falle, die dauerhaft unter Spannung steht – sind Gleitlager die richtige Wahl, weil sie weniger anfällig für Lastverformung sind. Für everything, was dynamisch läuft und leichtgängig sein muss (Spinnaker-Schoten, Traveller), lohnen sich Kugellager.
Wer beim largeren Boot oder bei der Spibaum-Niederholung mehr Zug übersetzen will, kombiniert einfach zwei Rollen in einem Block – ein Violin- oder Fiddle-Block spart einen separaten Umlenkpunkt und hält die Leinenführung kompakt.
Die Fallenführung ist das am häufigsten vernachlässigte System an Bord. Nach Jahren unter UV-Last und Salz verschleißen Umlenker, und die Leine nimmt mehr und mehr Widerstand auf. Beim Reffen oder Setzen der Segel merken Sie das sofort: Die Falle läuft schwer, klemmt gelegentlich, und die Besatzung hält mit Körperkraft dagegen.
Gehen Sie die Falle vom Kopf des Masts bis zur Winsch systematisch durch:
Pfeiffer Marine fertigt diese Teile seit 1972 am Bodensee aus hochfesten, seewasserbeständigen Aluminiumlegierungen – mit Edelstahl-Kugellagern, die im Gegensatz zu Kunststofflagern salzunempfindlich und wartungsarm sind. Der große Vorteil beim Refit: Die Nachrüst-Schienen und Gleitstücke passen auf vorhandene Bohrbilder vieler Serienwerften, sodass Sie meist ohne neue Löcher im Mast auskommen. Und weil das System modular aufgebaut ist, tauschen Sie einzeln verschlissene Rollen, Klemmen oder Federn nach, statt den ganzen Block zu ersetzen.
Ein einfacher Praxistest: Ziehen Sie die jeweilige Leine bei entspanntem Segel langsam durch und spüren Sie, an welchem Umlenker der Widerstand spürbar zunimmt. Drehen Sie anschließend jede Rolle von Hand – ein intaktes Gleitlager läuft ruhig und gleichmäßig, ein verschlissenes Lager kracht, hakt oder wackelt.
Barton-Blöcke sind hier bewusst servicefreundlich konstruiert: Die Seitenwangen aus glasfaserverstärktem Nylon mit 316-Edelstahlrahmen lassen sich öffnen, Lager und Seilrollen sind einzeln erhältlich. Nach dem Törn genügt es, die Blöcke mit Süßwasser abzuspülen – Salzkristalle sind der Hauptgrund für vorzeitigen Lagerverschleiß.
Für kleinere statische Anwendungen – Niederholer-Trimmung, Baumniederholer-Kick, Weglasseringe – reicht oft schon ein kompakter, solide verschraubter Festauge-Block. Wichtig ist nur, dass die Durchlassgröße zur Leine passt: Als Faustregel nimmt man bei Barton die Blockgröße der Seilstärke zuzuordnen. Size 2 (35 mm) passt für 6–8-mm-Leinen, Size 6 (64 mm) für 10–12-mm-Tauwerk an schweren Fahrtenyachten:
Nehmen Sie sich vor dem ersten Törn der Saison eine Stunde Zeit und arbeiten Sie diese Liste ab:
Einmal pro Saison lohnt außerdem die Kontrolle der Verschlüsse und Bolzen: Korrosion an verschraubten Verbindungen entwickelt sich unbemerkt, und ein gewarteter Bolzen kostet ein paar Euro – ein Ausfall auf See wertvolles Segel.
Eine sauber eingestellte Leinenführung ist der günstigste Performance-Gewinn, den Sie Ihrer Yacht schenken können. Statt in teurere Winschen zu investieren, lohnt sich zuerst der Blick auf die Blöcke: Winkel korrigieren, verschlissene Lager ersetzen, Umlenkungen reduzieren. Mit den modularen Komponenten von Pfeiffer Marine für die Fallen- und Schienensysteme und den bewährten, servicefreundlichen Blöcken von Barton Marine aus britischer Fertigung holen Sie aus jedem Törn mehr Leichtgängigkeit heraus – ohne Umbau, ohne Komplettneukauf.
Wenn Sie unsicher sind, welche Blockgröße oder welches Schienensystem zu Ihrem Boot passt: Die passenden Auswahltabellen finden Sie direkt bei den jeweiligen Produkten, und wir beraten Sie gerne zu Kombinationen für Ihr Fahrtenprofil.
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